Sehr häufig wagen es sich Eltern mit Asperger-Kindern nicht die Einstufung in eine
Pflegestufe zu beantragen, gehen von einer Ablehnung aus, bzw. denken
"kann ja letztendlich doch dieses/jenes". Aber - nicht nur die
Übernahme von Pflegeleistungen ist Voraussetzung für die
Einstufung, bzw. Hilfsbedürftigkeit. Auch Anleitung und "Überwachung" der
Pflege zählen dazu. Viele Pflegetätigkeiten werden von Eltern oft gar
nicht als "Pflegetätigkeit" gesehen. Wenn man jedoch einmal genauer
hinschaut, so kommen auch bei vermeintlich "nicht pflegebedürftigen Kindern"
täglich viele Pflegeminuten zusammen, die ständige Aufforderung sich zu
waschen, die Hilfe beim Waschen, das Kontrollieren ob die Zähne wirklich
geputzt werden, Kinder die diese Tätigkeit verweigern und immer
wieder angeleitet werden müssen, Hilfe beim Essen, weil die
Mahlzeit sonst mit Reden vergeht und kaum Nahrung aufgenommen wird,
Fahrten zu Therapien etc. Es lohnt sich also den Antrag auf
Einstufung bei der zuständigen Krankenkasse zu stellen. Die jeweilige dort
zuständige Pflegekasse leitet den Antrag an den Medizinischen
Dienst der Krankenkassen (MdK) weiter. Ein Gutachter überprüft
dann bei einem Hausbesuch, inwieweit Pflegebedürftigkeit vorliegt.
Seit der Pflegereform gibt es einige Neuerungen - so wurde z.B. neu die
Pflegestufe 0 eingeführt. In dieser Pflegestufe gibt es keine Sach-/Geldleistungen,
es kann jedoch - falls die Einstufung hierfür erfolgt - ggfs. die eingeschränkte
Alltagskompetenz festgestellt werden. In diesem Falle stehen monatlich
Beträge zur Verfügung, die es den Eltern ermöglichen einen Fachdienst zur
stundenweise Betreuung zu beauftragen.

Links