Allgemein wird empfohlen, dass autistische Kinder in Regelschulen integriert werden.
Sie brauchen "normale" Kinder um sich herum, an denen sie sich orientieren können,
um andere Handlungsweisen einzuüben. Zudem sind Kinder mit Asperger-Syndrom
meist normal intelligent, verfügen häufig sogar über eine hohe Intelligenz bzw.
sogennante "Inselbegabungen" und sollten so auch schulisch
dementsprechend gefördert werden können.

Es gibt jedoch immer noch relativ wenige Integrationsschulen,
vor allem im Hinblick auf weiterführende Schulen. In Integrationsschulen werden
behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet, so dass
Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf hier zielgleich und trotzdem
mit individuellem Förderschwerpunkt gefördert werden können.

Regelschulen können Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf
jedoch nur nach besonderer Zustimmung der jeweiligen Behörden beschulen,
und selbst wenn kein sonderpädagogischer Förderbedarf vorliegt, kommt es
immer wieder vor, daß Schulen die Beschulung von Asperger-Autisten mit
ihrem individuellen Hilfebedarf nicht leisten können, bzw. Schulen diese
umfangreiche Aufgabe zu ihren sowieso schon vielfältigen Aufgaben zu viel ist.
Ein Kind mit Asperger-Syndrom fordert von Erziehern und Mitschülern
zweifellos mehr Aufmerksamkeit, braucht Unterstützung und gleichzeitig evtl. auch
Schutz, da es durch seine oft "seltsame Art" leicht zum Gespött anderer
Kinder wird, aber natürlich Regeln, an die es sich halten muß.

Die Möglichkeit der Integration fällt oft leichter,
wenn dem Kind eine Schulbegleitung/Integrationshilfe zur
Verfügung steht. So erfährt es Unterstützung in
Situationen, die ihm schwerfallen, es hat sozusagen einen
Dolmetscher an seiner Seite. Ziel einer Schulbegleitung ist die
Förderung der Selbständigkeit des Kindes, ein Erlernen von
Handlungskompetenzen, Einüben schwieriger Situationen und natürlich
Unterstützung in den Bereichen, in denen es Hilfe benötigt.
Die Beantragung einer Integrationshilfe erfolgt über die Eingliederungshilfe.

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